Die Semperoper in Dresden, eines der berühmtesten Opernhäuser der Welt, ist ein Bauwerk für alle Architekturliebhaber und Freunde der klassischen Musik. Beides steht im Einklang mit diesem geschichtsträchtigen und phantastischen Baukunstwerk. Sie ist die Heimat der sächsischen Staatsoper unter Leitung der Intendantin Ulrike Hessler.
Die Geschichte des Hauses
Der Bau des Opernhauses begann im Jahre 1838 durch Gottfried Semper und wurde 1841 vollendet. Am 21. September 1861 brannte sie vollständig ab. Gottfried Semper musste auf Grund seiner politischen Aktivitäten zwischenzeitlich das Land verlassen und übergab seinem Sohn die Leitung des Wiederaufbaus. 1878 konnte die Oper ihren Betrieb wieder aufnehmen. Leider wurde dieser Prachtbau im zweiten Weltkrieg erneut vollständig zerstört. Die Ruinen wurden gesichert und für bauliche Studienzwecke genutzt. Letztendlich konnte erst im Jahr 1977 mit der Errichtung der dritten Semperoper begonnen werden. Es dauerte acht Jahre bis zur Eröffnung 1985, am 13. Februar dem 40. Jahrestag der Zerstörung durch den Bombenhagel. Die letzte Auszeit dauerte zum Glück nur 3 Monate. Das Jahrhunderthochwasser 2002 hatte das Opernhaus schwer beschädigt. Heute erstrahlt die Semperoper in neuem Glanz, errichtet nach den alten Bauplänen von Gottfried Semper und den heutigen Bedingungen angepasst.
Führungen durch die Semperoper
Da dieses prunkvolle Gebäude nicht nur Heimat der Musik und des Theaters ist, sondern auch eine architektonische Geschichte zu erzählen hat, werden fast täglich Führungen für alle Altersgruppen angeboten. Hier erfährt man nicht nur Fakten und Zahlen, sondern auch wunderbare Geschichten über die Hintergründe des Wiederaufbaus und deren Mitwirkenden. So zum Beispiel über den Fund der originalen Vorlagen für die Deckenmalereien. Diese Arbeiten hatten schon längst begonnen, als die wertvollen Dokumente auf einem Dachboden eines Dresdner Hauses gefunden wurden. Diese und ähnliche Geschichten werden Sie bei einer Führung durch die aufwendig gestalteten Räume erfahren.
Die Aufführungen
Mozart, Händel oder Verdi – die allseits bekannten Stücke berühmter Komponisten stehen immer noch auf dem Spielplan. Allerdings geht die Intendantin Ulrike Hessler auch neue Wege. Mit “Peter und der Wolf” oder “Schwand, der Dudelsackpfeifer” gibt sie der Volksoper einen Namen. Die junge Szene wird ebenso in das Repertoire integriert. “Konferenz der Tiere” von dem Dresdner Erich Kästner wurde zu einer Oper umgeschrieben und “Die Prinzessin auf der Erbse” als Musikmärchen aufgeführt.
Die Dresdner Ballettgala sowie der jährliche Semperopernball sind Höhepunkte, die ein Kenner dieser Szene unbedingt einmal miterlebt haben muss.
Service und Gastronomie
In allen Gängen des Foyers sowie auf den Rängen werden kulinarische Köstlichkeiten angeboten. Vor den Aufführungen und in den Pausen ist für einen exklusiven Genuss von feinsten Speisen und Getränken gesorgt. Vorbestellungen für Arrangements in der Nähe des Sitzplatzes sind möglich. Tickets für einen abendlichen kulturellen Besuch der Semperoper sind Online oder über Vorverkaufsstellen der Semperoper möglich. Für Familien, Studenten, Schüler, Dresdner oder Senioren gibt es spezielle Angebote. Auch für einen barrierefreien Operngenuss wird gesorgt. Dazu gibt es auf der Homepage genaue Hinweise.
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