Das Brandenburger Tor – Symbol der deutschen Einheit

Wahrzeichen BerlinsDas Brandenburger Tor ist das bekannteste Wahrzeichen Berlins. Es ist aber auch ein Symbol, welches wie kein anderes wichtige Etappen und Umstürze in der Geschichte dieser Stadt, des Landes, und der gesamten Welt verkörpert. Bis 1989 symbolisierte es die Teilung Berlins und Deutschlands und damit auch die Konflikte während des Kalten Krieges zwischen den Staaten des Warschauer Pakts und der NATO. Seit 1990 wurde es zum Symbol für die Wiedervereinigung Deutschlands und Europas.

Gestaltung und Architektur

Das Brandenburger Tor ist etwa 26 Meter hoch, 65,5 Meter breit und etwa 11 Meter tief. Der frühklassizistische Natursteinbau wurde aus Elbsandstein gefertigt. Als Vorbild für die Gestaltung dienten die Propyläen zur Akropolis in Athen. Die mittlere seiner insgesamt fünf Durchfahrten ist breiter gestaltet als die Restlichen. Zudem besitzt das Brandenburger Tor zwei Torhäuser und sechs je 15 Meter hohe Säulen, die jeweils am Fuß einen Durchmesser von etwa 1,75 Meter aufweisen. Die beiden Torhäuser beherbergen die Skulpturen des römischen Kriegsgottes Mars und der Göttin Minerva. Im Jahre 1792 hatte Johann Gottfried Schadow die Modelle für die beiden Skulpturen entworfen. Angefertigt wurde der Kriegsgott Mars von dem Bildhauer Carl Friedrich Wichmann und die Göttin Minerva von dem Steinbildhauer Johann Daniel Meltzer. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Skulptur der Göttin Minerva zerstört und daraufhin zwischen 1951 und 1952 durch eine Kopie des Bildhauerkollektivs Kranolda ersetzt. Auf dem Brandenburger Tor steht eine etwa fünf Meter hohe und aus Kupfer gefertigte Skulptur, die die Siegesgöttin Viktoria darstellt. Sie lenkt die Quadriga, einen Wagen, der von vier Pferden gezogen wird, und schaut in Richtung Osten.

Geschichte

Mit dem Bau des Brandenburger Tors wurde im Jahr 1788 begonnen. Vollendet wurde es im Jahre 1791. Dabei fungierte Carl Gotthard Langhans d.Ä. als Architekt. König Friedrich Wilhelm II. hatte den Bau des Tores in Auftrag gegeben um die Prachtstraße unter den Linden mit einem würdigen architektonischen Abschluss zu krönen. Die von Johann Gottfried Schadow entworfene Quadriga wurde erst etwas später, im Jahre 1793, dem Tor hinzugefügt. Bereits im Jahre 1806 wurde sie jedoch von Napoleon im Zusammenhang mit der Niederlage Preußens nach Paris verschleppt. Im Jahre 1814 wurde sie nach dem Sieg der Allianz über Napoleon schließlich wieder nach Berlin geholt und dem Tor erneut aufgesetzt. Während des Zweiten Weltkriegs hatten das Brandenburger Tor und insbesondere die Quadriga durch die Bombenangriffe sehr starke Beschädigungen erlitten, sodass sie im Jahre 1958 durch eine Kopie ersetzt wurde. Danach markierte das Brandenburger Tor für fast drei Jahrzehnte die Grenze zwischen Ost- und Westberlin bis es schließlich am 22. Dezember 1989 im Fokus der Weltöffentlichkeit stand. An diesem Tag wurde das Tor unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen geöffnet. In der darauf folgenden Zeit wurden sowohl die Quadriga im Jahr als auch das Tor selbst umfassend restauriert. Seitdem ist das Brandenburger Tor wieder ein Magnet für Touristen aus aller Welt.

Bild stammt von: AKhodi – Fotolia

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